Kartoffellagerhaus und Hofladen
Das Kartoffellagerhaus stammt aus der DDR-Zeit und arbeitet bis heute.
Hinweis zu den Bildern: Sie sehen hier sehr alte Aufnahmen, einige aus den 1990er-Jahren, andere aus den frühen 2000ern. Die Originale werden derzeit herausgesucht und um neuere Bilder ergänzt.
Sieben LPGs gründeten dafür eine gemeinsame Einrichtung und bauten das Lagerhaus, das im August 1978 in Betrieb ging. Bis etwa 1990 lieferten im Schnitt 1.600 Hektar Anbaufläche jedes Jahr rund 22.000 Tonnen Kartoffeln ins Lager. Im Frühjahr kamen weitere 7.000 Tonnen aus Großmieten dazu.
Im Dezember 1991 wurde aus dem Betrieb eine Genossenschaft, die Kartoffellager- und Handelsgenossenschaft „Unteres Erzgebirge“ Großwaltersdorf eG, kurz KLUHG. Ihr Sitz ist Am Gewerbepark 7. Sie hat sich auf Pflanzkartoffeln spezialisiert. Rund 30 Sorten aus konventionellem und sechs aus ökologischem Anbau kommen von Feldern in ganz Sachsen, zehn Betriebe aus dem Umland bauen für das Lagerhaus an. Verkauft wird in ganz Deutschland und nach Osteuropa, zu 90 Prozent an Großabnehmer und zu 10 Prozent in kleinen Gebinden.
Im Hofladen gibt es Speise- und Pflanzkartoffeln aus eigenem Anbau und Spezialitäten von Erzeugern aus der Region. Viele ältere Leute im Dorf, die nicht mehr Auto fahren, kaufen hier ihren täglichen Bedarf.
Am dritten Septemberwochenende ist Kartoffelfest. Dann können Besucher verschiedene Sorten probieren und ab Hof kaufen. Direktvermarkter bieten ihre Erzeugnisse an, Handwerker zeigen alte Techniken, und zu essen gibt es reichlich. Nach dem Fest beginnt im Hofladen der Verkauf der neuen Ernte.
Im Frühjahr findet in den Hallen die Kleintierschau statt, mit Kaninchen, Hühnern, Enten und Tauben und mit Besuchern aus der ganzen Umgebung.