Das schöne Erzgebirge
Das Erzgebirge ist rund 150 Kilometer lang und im Schnitt 40 Kilometer breit. Es zieht sich an der Grenze zwischen Sachsen und Böhmen entlang. Die höchsten Berge sind der Keilberg (Klínovec, 1.244 Meter) auf der tschechischen und der Fichtelberg (1.215 Meter) auf der deutschen Seite. Seinen Namen hat das Gebirge vom Bergbau. 1168 wurde in Christiansdorf, dem heutigen Freiberg, das erste Silbererz gefunden.
UNESCO-Welterbe seit 2019
Seit dem 6. Juli 2019 gehört die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe. Der Titel umfasst 22 Bestandteile, 17 auf der sächsischen und fünf auf der tschechischen Seite. Gewürdigt wird eine Landschaft, die der Bergbau über 800 Jahre geformt hat, mit Bergwerken, Wassergräben und Kunstteichen, Erzwäschen und ganzen Bergstädten. Zwischen 1460 und 1560 kam aus dem Erzgebirge mehr Silber als aus jeder anderen Region Europas.
Eine Landschaft mit Geschichte
Früher wuchsen im Erzgebirge artenreiche Mischwälder. Für den Bergbau wurden sie großflächig abgeholzt und später rasch mit Fichten aufgeforstet, die bis heute das Bild bestimmen.
Im 17. Jahrhundert gingen Silber, Blei und Zinn zur Neige. Viele Menschen zogen fort. Wer blieb, suchte sich neue Arbeit und fand sie im Holz. Räuchermännchen, Nussknacker, Schwibbögen und Pyramiden aus dem Erzgebirge sind heute in aller Welt bekannt.
Schlösser, Schaubergwerke, Spielzeugdörfer
Entlang der Silberstraße liegen Schlösser und Burgen. Im ganzen Gebirge gibt es Heimat- und Bergbaumuseen, Schaubergwerke und Werkstätten, in denen man beim Schnitzen und Drechseln zusehen kann.
Welche Ziele sich von Großwaltersdorf aus als Tagesausflug eignen, steht auf der Seite Ausflugsziele in der Region.
Wandern und Radfahren
Das Erzgebirge hat ein dichtes Netz von Wander- und Radwegen. Der bekannteste Fernwanderweg ist der Kammweg Erzgebirge–Vogtland. Für Mountainbiker gibt es anspruchsvolle Trails.
Auf den Spuren des Liedermachers Anton Günther führt der 1995 eingeweihte Anton-Günther-Weg rund sechzig Kilometer weit über die Grenze und zurück, über Johanngeorgenstadt, den Rabenberg, Rittersgrün, den Fichtelberg und den Keilberg bis nach Boží Dar. Für einen kurzen Ausflug genügt der Eppendorfer Naturlehrpfad vom Ortskern zum Gersberger Forst, wo ein Günther-Gedenkstein steht.
Wintersport und Weihnachtszeit
Im Winter gibt es gespurte Loipen und Skigebiete, viele davon familienfreundlich und für Anfänger geeignet. Im Advent öffnen die Weihnachtsmärkte, etwa in Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg, mit viel Handwerk aus der Region.
Bräuche
Zu den erzgebirgischen Bräuchen gehören das „Neinerlaa“, ein Weihnachtsessen aus neun Gerichten, und die „Mettenschicht“, die letzte Schicht der Bergleute vor Weihnachten. Viele Feste und Gasthäuser laden Besucher ein, diese Bräuche mitzuerleben.
Mehr über die Region, ihre Geschichte und ihre Volkskunst steht auf Zu-Gast-im-Erzgebirge.de, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab.