Zum Inhalt springen

Glück auf!

Zu Gast in Großwaltersdorf.de

Ein Dorf im Erzgebirge, seine Geschichte und was man hier erleben kann.

Hexenhaus in Großwaltersdorf
Hexenhaus in Großwaltersdorf im Erzgebirge.

Das Dorf im Porträt

Großwaltersdorf ist ein Reihendorf mit Waldhufen. Es zieht sich am Oberlauf der Großen Lößnitz entlang und liegt zwischen 450 und 525 Metern über dem Meer. Der Bach entspringt hier auf rund 540 Metern und fließt 17,8 Kilometer weit, bis er bei Metzdorf in die Flöha mündet. Er ist damit ihr zweitlängster Zufluss. Die Gemarkung umfasst 12,25 Quadratkilometer. Chemnitz liegt etwa 25 Kilometer westlich, Freiberg 16 Kilometer nördlich. Das Dorf gehört zum Landkreis Mittelsachsen.

Blick über eine grüne Wiese auf das im Tal liegende Dorf mit hellen Häusern, dahinter Felder und bewaldete Höhenzüge unter leicht bewölktem Himmel.
Blick auf Großwaltersdorf
Leere Straße mit Mittelstreifen führt auf einen Platz mit großen Laubbäumen, dahinter Fachwerkhäuser und ein kleines weißes Häuschen.
Am Marktplatz

Hinweis zu den Bildern: Sie sehen hier sehr alte Aufnahmen, einige aus den 1990er-Jahren, andere aus den frühen 2000ern. Die Originale werden derzeit herausgesucht und um neuere Bilder ergänzt.

Über die Region hinaus ist Großwaltersdorf vor allem für drei Dinge bekannt: den Skilanglauf mit der Rollerbahn, das Radrennen und die Pferdezucht.

Rund sechseinhalb Jahrhunderte nach der ersten urkundlichen Erwähnung hat der Ort dieselben Sorgen wie viele andere im Erzgebirge. Die Einwohner werden älter, und der Ortskern verliert Läden und Gaststätten.

Das Dorfleben tragen die Vereine, also der Skiverein, die Fußballer und die Freiwillige Feuerwehr. Der Hofladen im Kartoffellagerhaus sichert die Grundversorgung, und der Kindergarten hält junge Familien im Ort. In der Kirche wird Gottesdienst gefeiert, getauft und geheiratet, gelegentlich gibt es ein Konzert. Im Sommer trainieren Skilangläufer auf der Rollerbahn, im Winter spuren sie Loipen rund ums Dorf. Im Juni fährt das Radrennen durch die Straßen, und im September ist Kartoffelfest am Lagerhaus.

Manches ist verloren gegangen. Bäcker, Fleischer und der Trakehnerhof haben geschlossen, das Radrennen trägt nicht mehr seinen DDR-Namen, und die großen Reitturniere gibt es nicht mehr. Dafür legen Nachbarn Streuobst- und Blumenwiesen an, und nach der Wende haben einige Familien ihre alten Höfe wieder in Betrieb genommen.

Der Trakehnerhof

Das Landhotel „Trakehnerhof“ war jahrzehntelang Gasthaus und Hotel, Startpunkt des Radrennens, Festsaal und Ausgangspunkt der Kutschfahrten. Am 29. September 2024 hat es nach einem Insolvenzverfahren geschlossen und ist seitdem zu. Wie es mit dem Haus weitergeht, ist offen. Ich hoffe, dass es bald wieder öffnet, und werde dann hier darüber berichten.

Das Radrennen hat sein Rennbüro seitdem im Vereinshaus am Sportplatz. Wer im Dorf einkehren möchte, sollte vorher anrufen oder in einen der Nachbarorte ausweichen.

Wo es weitergeht

Die Einrichtungen des Dorfes haben eigene Seiten: Die Kirche mit der Göthel-Orgel, das Kartoffellagerhaus mit dem Hofladen, die Freiwillige Feuerwehr und der Kindergarten „Regenbogen“.

Die Vereine finden Sie unter Wintersport und die Rollerbahn, Das Radrennen, Pferdezucht und Reitsport sowie Sportplatz und Fußball.