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Glück auf!

Zu Gast in Großwaltersdorf.de

Ein Dorf im Erzgebirge, seine Geschichte und was man hier erleben kann.

Wintersonne scheint zwischen Bäumen auf verschneitem Hügel bei Großwaltersdorf
Wintersonne scheint zwischen Bäumen auf verschneitem Hügel bei Großwaltersdorf.

Ausflugsziele in der Region

Von Großwaltersdorf aus erreichen Sie in ein bis zwei Stunden Burgen und Schlösser, die Felsen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz, das böhmische Erzgebirge mit seinen höchsten Gipfeln und Dresden. Die folgende Auswahl ist persönlich und nicht vollständig.

Die Städte in der Nähe

Chemnitz (25 km) ist die nächste Großstadt. 2025 war sie zusammen mit 38 Kommunen der Region Kulturhauptstadt Europas, unter dem Motto „C the Unseen“.

Freiberg (16 km) ist Universitäts- und Bergstadt, bekannt für ihre Altstadt und die Silbermann-Orgel im Dom. 1168 wurde hier das erste Silbererz gefunden, mit dem die Geschichte des Erzgebirges begann.

Dresden (44 km) und Leipzig (88 km) eignen sich für einen Tagesausflug. Zu Dresden steht weiter unten mehr.

Im sächsischen Erzgebirge

Schloss Augustusburg steht auf dem Schellenberg über dem Zschopautal und wird die „Krone des Erzgebirges“ genannt. Im Schloss sind ein Motorradmuseum, ein Jagdtier- und Vogelkundemuseum und eine Kutschenausstellung untergebracht. Auch Schlosskirche, Brunnenhaus und Kerker können Sie besichtigen. Familien haben es hier leicht, weil es viel zu sehen gibt und die Wege kurz sind.

Der Blaue Stein bei Pobershau ist ein Aussichtsfelsen über dem Tal der Schwarzen Pockau. Am Hang gegenüber sieht man Halden und Gangzüge aus der Zeit des Silberbergbaus. Ein überdachter Rastplatz hilft bei wechselhaftem Wetter.

Seiffen, das Spielzeugdorf, ist die Heimat der erzgebirgischen Holzkunst. In einigen Werkstätten können Sie den Handwerkern zusehen, und das Erzgebirgische Spielzeugmuseum zeigt Stücke aus mehreren Jahrhunderten.

Das Kleine Erzgebirge in Oederan zeigt bekannte Bauwerke der Region als Miniaturen.

Der Freizeitpark Altenberg hat im Sommer eine Sommerrodelbahn, einen Abenteuerspielplatz und ein Kletterlabyrinth, im Winter einen Skihang mit Lift, Flutlicht und Verleih.

In der Sächsischen Schweiz

Die Festung Königstein liegt rund 240 Meter über der Elbe auf einem 9,5 Hektar großen Felsplateau. Zu sehen sind über fünfzig teils jahrhundertealte Bauten und ein 152,5 Meter tiefer Brunnen aus dem 16. Jahrhundert. Erobert wurde die Festung nie. Sie diente als Garnison, Staatsgefängnis, Kunstdepot und Versteck für die königlichen Schätze. Johann Friedrich Böttger, der Miterfinder des europäischen Porzellans, saß hier ebenso ein wie der Anarchist Michail Bakunin.

Der Papststein ist ein 451 Meter hoher Tafelberg. Vom Wanderparkplatz steigt man in etwa zwanzig Minuten über Holzstufen und Eisentreppen hinauf. Oben steht ein Berggasthaus von 1862, und der Blick reicht bis Königstein, Lilienstein und Pfaffenstein.

Das Felsenlabyrinth Langenhennersdorf südlich der Festung ist ein Gewirr aus Spalten, Höhlen und schmalen Durchgängen zwischen Sandsteinfelsen. An manchen Stellen nimmt man den Rucksack besser ab. Bei Nässe sind die Felsen rutschig, feste Schuhe sind nötig.

Der Große Winterberg ist mit 556 Metern die höchste Erhebung der Sächsischen Schweiz rechts der Elbe. Auf dem Gipfel stehen ein Berghotel im Schweizerhausstil und ein hölzerner Aussichtsturm aus den 1840er-Jahren. Der Turm war lange gesperrt und ist seit 2008 wieder zugänglich.

Die Kleine Sächsische Schweiz in Dorf Wehlen bildet auf rund 8.000 Quadratmetern die bekanntesten Felsen der Region aus heimischem Sandstein nach. Dazwischen fahren Modellschiffe, Eisenbahnen und eine Postkutsche. Familie Lorenz begann 1997 mit dem Bau und eröffnete im Mai 1998. Das Kassenhaus war früher der Hühnerstall.

Das Prebischtor liegt knapp hinter der Grenze im Nationalpark Böhmische Schweiz und ist die größte natürliche Sandsteinbrücke Europas, mit 26,5 Metern Spannweite und 16 Metern lichter Höhe. Seit 1982 darf man die Brücke nicht mehr betreten, die Aussichtspunkte daneben bieten aber den besseren Blick. Am Fuß steht das Ausflugsschlösschen „Sokolí hnízdo“ von 1881, heute ein Restaurant. Am bequemsten erreichen Sie das Tor von Hřensko aus.

Dresden

In Dresden lohnt schon die Frauenkirche am Neumarkt den Weg. Die barocke Kuppelkirche des Ratszimmermeisters George Bähr wurde im Februar 1945 zerstört und lag fast ein halbes Jahrhundert als Ruine mitten in der Stadt. Menschen aus aller Welt spendeten für den Wiederaufbau, 2005 wurde sie neu geweiht. Im Grünen Gewölbe stehen die Werke Johann Melchior Dinglingers, des Hofgoldschmieds, dessen Name mit der Großwaltersdorfer Schmirgelgrube verbunden ist.

Dazu passt eine Fahrt auf der Elbe mit einem der historischen Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt.

Im böhmischen Erzgebirge

Der Klínovec (Keilberg) ist mit 1.244 Metern der höchste Berg des Erzgebirges und 29 Meter höher als der Fichtelberg. Auf dem Gipfel steht ein steinerner Aussichtsturm von 1884, der 2013 nach einem Wiederaufbau neu eröffnet wurde. Im Winter bilden beide Berge ein Skigebiet mit gemeinsamem Skipass.

Jáchymov (Sankt Joachimsthal) hat die erstaunlichste Geschichte dieser Liste. Im 16. Jahrhundert war die Stadt eines der wichtigsten Silberzentren Europas. Die Grafen Schlick prägten hier ab 1519/1520 Münzen, die nach dem Ort Joachimstaler hießen. Aus der Kurzform „Taler“ wurde der Name für große Silbermünzen in ganz Europa, und über das niederländische „Daalder“ entstand daraus der Dollar. Als das Silber zur Neige ging, blieb in den Gruben ein schwarzes Mineral zurück, die Pechblende, aus der man im 19. Jahrhundert Uranfarben herstellte. Aus Rückständen dieser Pechblende isolierte Marie Curie 1898 Radium und Polonium, und Jáchymov wurde das erste Radiumheilbad der Welt. Der Rote Turm des Todes erinnert an die Zwangsarbeit in den Uranminen der kommunistischen Zeit und gehört zum UNESCO-Welterbe.

Boží Dar (Gottesgab) liegt auf rund 1.028 Metern und gilt als höchstgelegene Stadt Mitteleuropas. Hier wurde Anton Günther geboren. Am Ortsrand beginnt das über 900 Hektar große Gottesgaber Torfmoor mit einem rund drei Kilometer langen Lehrpfad auf Holzstegen. Für Familien gibt es den Christkindweg.

Schloss Hauenstein im oberen Egertal entstand vermutlich im späten 13. Jahrhundert. Die Grafen Buquoy bauten es ab 1838 im Stil der englischen Neugotik um, nach 1958 verfiel es. Ende der 1990er-Jahre kaufte ein Privatmann die Ruine und begann mit der Sanierung. Gotischer Keller, Kapelle und Bergfried sind zugänglich, die Arbeiten dauern an.

Kloster und Schloss Ostrov (Schlackenwerth) bei Karlsbad gehen auf die Herzöge von Sachsen-Lauenburg zurück, die im 17. Jahrhundert das Piaristenkloster gründeten. Später gehörte die Herrschaft den Markgrafen von Baden. Zu sehen sind Kirche, Kreuzgang, Grabkapelle und ein Schlosspark.

Hinweise

Öffnungszeiten und Preise ändern sich. Tschechische Burgen und Schlösser sind oft nur in der Saison oder am Wochenende geöffnet. Im Nationalpark Sächsische Schweiz gelten Wegegebot und Naturschutzauflagen, einige Wege sind dauerhaft gesperrt.

Weitere Ausflugsziele im Erzgebirge und im Umland stellt Zu-Gast-im-Erzgebirge.de, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab vor.